Nordhausen – 25.07.20 – Antifaschistisches Sommerkino – Kleine Germanen

Eintritt ist frei, Spenden willkommen 😉

5 Monate sind seit unserem letzten Film vergangen und eine noch immer präsente Pandemie hält die Welt im Griff. Deshalb haben wir uns, für die schöne Zeit, für ein Sommerkino unter freiem Himmel entschieden. Denn trotz Virus muss leider immer wieder auf Neonazi-Probleme hingewiesen werden. Doch am Samstag, dem 25.07.2020, wollen wir nicht nur politische Bildung betreiben, sondern auch, unter Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen, feiern.

In unserem Antifaschistischen Sommerkino zeigen wir Euch den Film „Kleine Germanen – Eine Kindheit in der rechten Szene“. Außerdem spielen ab 20:00 Uhr Hörzu! und die Missratenen Töchter aus Hamburg. Also schnappt Eure Freund*innen und kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!

‚Kleine Germanen‘ macht auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Der Dokumentarfilm ‚Kleine Germanen – Eine Kindheit in der rechten Szene‘ blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist – und konfrontiert den Betrachter mit Protagonisten, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen. Auf der Animations-Ebene wird das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa nacherzählt, das wie ein roter Faden durch den Film führt: Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt und mit ausgestrecktem rechten Arm ganz stolz ‚Für Führer, Volk und Vaterland!‘ gerufen. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war und versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat. Regie bei ‚Kleine Germanen‘ führten Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger, die auch das Drehbuch gemeinsam mit Armin Hofmann schrieben und zusammen mit Ali Samadi Ahadi als Produzenten fungieren.

Aus gegebenen Anlass:

Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.